Zum Inhalt springen

LVR-Behandlungszentrum Solingen: Moderne 24-Stunden-Klinik im Kompaktformat

LVR-Klinik Langenfeld verkürzt Wege zur stationären Therapie und Behandlung / Vernetzung der Angebote

Eröffnung des neuen Behandlungszentrums Solingen des LVR
Bild-Großansicht
Eröffnung des neuen Behandlungszentrums Solingen des LVR. Foto: Guido Schiefer, LVR

Solingen/Langenfeld, 4. September 2018

Direkt vor der Haustür der Solinger Bürgerschaft wurde heute das Behandlungszentrum Solingen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) feierlich eröffnet. Statt des langen Weges bis zur LVR-Klinik nach Langenfeld gibt es jetzt den kurzen Weg zur stationären Behandlung und Therapie. Im dreigeschossigen Neubau in der Frankenstraße 31a befinden sich nun 40 Betten auf zwei Stationen.

Rund 10,2 Millionen Euro investierte der LVR in das Neubauprojekt. Gemeinsam mit dem bereits seit 2007 bestehenden Gerontopsychiatrischen Zentrum, bestehend aus Tagesklinik und Ambulanzen, wird das stationäre Angebot ergänzt durch zwei allgemeinpsychiatrische Ambulanzen zum breit aufgestellten Behandlungszentrum Solingen. Nach aktuellem Stand wird das Behandlungszentrum Solingen seine Arbeit voraussichtlich bis zum Jahreswechsel aufnehmen. In zeitlicher Nähe zu diesem Termin ist auch ein Tag der offenen Tür für die Solinger Bürgerschaft geplant.

„Hilfsangebote in der unmittelbaren Nachbarschaft leisten einen wichtigen Beitrag, dass psychische Erkrankungen als das wahrgenommen werden, was sie sind: Erkrankungen, die jeden von uns treffen können. Umso mehr freuen wir uns, hier in Solingen jetzt die Lücke der 24-Stunden-Betreuung im stationären Rahmen schließen zu können“, stellt Martina Wenzel-Jankowski, LVR-Dezernentin für den LVR-Klinikverbund, anlässlich der Eröffnung heraus.

Architektur räumt mit Vorurteilen auf

Helligkeit, grüne Inseln, einladende Farben - es ist bewiesen, dass die Umgebung die Gesundung von psychiatrischen Patientinnen und Patienten unterstützen kann. Im Behandlungszentrum Solingen sind diese Ansätze umgesetzt: Der dreigeschossige Atriumbau ist großzügig und dennoch übersichtlich angelegt. Im 1. Obergeschoss befindet sich eine Station mit 16 Betten, im 2. Obergeschoss stehen 24 Betten zur Verfügung. Die Patientinnen und Patienten im 1. Obergeschoss können - aufgrund der in den Hang gebauten Architektur - den begrünten Innenhof des Atriums besuchen, ohne die Station zu verlassen. Über den südöstlichen Teil des Gebäudes gibt es einen direkten Zugang zum bestehenden Gerontopsychiatrischen Zentrum der LVR-Klinik Langenfeld.

Vernetzung der kommunalen Versorgung

Kurze Wege zur Behandlung und eine kürzere Entfernung zu den Angehörigen – mit dem neuen Behandlungszentrum macht der LVR-Klinikverbund und die LVR-Klinik Langenfeld die psychiatrische Behandlung einfacher, lange Fahrtzeiten entfallen.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Städtischen Klinikum Solingen kann die neue Klinik eine Versorgungslücke schließen: „In Solingen gab es vorher nur teilstationäre oder ambulante Angebote. Die Eröffnung dieses LVR-Behandlungszentrums bewirkt eine erhebliche Verbesserung. Die Wahl des sehr guten Standortes innerhalb von Solingen beinhaltet Chancen für eine vernetzte, integrierte und disziplinübergreifende Behandlung“, unterstreicht Wenzel-Jankowski. Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen, schweren Zwangserkrankungen, Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis, posttraumatischen Belastungsstörungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen sowie gerontopsychiatrischen Erkrankungen können nun angemessen behandelt werden, so die LVR-Dezernentin, zuständig für den LVR-Klinikverbund, zu dem neun psychiatrische Kliniken gehören.

„Eine ortsnahe, bedarfsgerechte und leistungsfähige Versorgung der Bevölkerung war und ist unser Ziel. Ich kann Ihnen sagen, diesen Ansprüchen wird das Behandlungszentrum Solingen gerecht. Mitarbeitende der medizinischen, co-therapeutischen und pflegerischen Berufe bieten hier Patientinnen und Patienten ein rundum gelungenes, vielgestaltiges Konzept“, betonte Andreas-Paul Stieber, Vorsitzender des zuständigen Krankenhaus-Ausschusses 2. Das Neubauprojekt ist ein Baustein eines rund 492 Millionen Euro schweren Bau- und Investitionsprogrammes, das die politische Vertretung des LVR 2009 auf den Weg brachte.

LVR-Behandlungszentrum Solingen nahe am Alltag

Die Erfahrung im psychiatrischen Alltag zeigt, dass Patientinnen und Patienten von der engen Zusammenarbeit und der räumlichen Nähe aller an der Behandlung Beteiligten profitieren. Der Übergang von stationär, zu teilstationär oder ambulant kann individuell je nach Krankheitsbild und Entwicklung der Gesundung ausgerichtet werden. Auch die Versorgung nach der Entlassung, was durchschnittlich nach drei bis vier Wochen der Fall ist, wird in Gemeindenähe einfacher: „Die enge Zusammenarbeit mit allen Säulen der psychiatrischen Versorgung – hier zu nennen sind die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die zuständigen Sozialpsychiatrischen Zentren und alle anderen relevanten Träger und Einrichtungen, ist Grundvoraussetzung für eine gelingende Behandlung“, weiß Dr. Florence Hellen. Sie ist seit Mai 2018 Leiterin des Behandlungszentrums und als Chefärztin der Abteilung für Allgemeinpsychiatrie 3 der LVR-Klinik Langenfeld zuständig für das Versorgungsgebiet Solingen.

Informationen zum Behandlungszentrum Solingen:

LVR-Behandlungszentrum Solingen der LVR-Klinik Langenfeld
Frankenstraße 31a
Erstkontakt 0212 380848-50

Unter dem Dach des Behandlungszentrums wird es folgende Angebote geben:

Stationen 5.1/5.2
Ambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie
Ambulanz für Abhängigkeitserkrankungen
Gerontopsychiatrisches Zentrum mit Tagesklinik und Ambulanz'
Gerontopsychiatrische Beratungsstelle der Stadt Solingen
Zahl der Mitarbeitenden im Behandlungszentrum: 50

Fakten zum Neubau:

Planungsbüro: Büro Bergstermann und Dutczak
Baubeginn: Juni 2016
Inbetriebnahme: voraussichtlich bis Jahreswechsel 2018/2019
Eröffnung: 4. September 2018'

Baukosten: 10,2 Millionen Euro
Nutzfläche: rund 1.910,87 qm

Ihre Ansprechpartnerin für redaktionelle Anfragen:

Katharina Landorff
LVR-Fachbereich Kommunikation
Tel 0221 809-2527
E-Mail katharina.landorff@lvr.de

Nach oben