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PsyKom

Implementierung und Evaluation eines Modells der personenzentrierten, psychosozialen Komplexbetreuung schwer Betroffener mit psychischen Störungen in der LVR-Klinik Köln

Das durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt umfasst die Implementierung und Evaluation eines neuen bedarfsorientierten und personenzentrierten psychosozialen Komplexbetreuungsmodells in einem Teilbereich der LVR-Klinik Köln.

Im Fokus liegt dabei die Versorgung psychisch schwer erkrankter Menschen, bei denen es in der Vergangenheit zu wiederholten unfreiwilligen stationären Aufnahmen gekommen ist, die die vorhandenen psychosozialen Hilfen nicht nutzen und eine eingeschränkte soziale Teilhabe aufweisen. Die Versorgung wird dabei durch ein multiprofessionelles Komplexbetreuungsteam koordiniert. Dieses Team fungiert als Erweiterung der üblichen ambulanten und stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung der Betroffenen und ermöglicht individuell sowie bedarfsorientierte sektor- und leistungsträgerübergreifende koordinative Leistungen.

Des Weiteren strebt das neue Versorgungsmodell eine verbesserte Nutzung und Vernetzung der örtlichen Einrichtungen des Betreuten Wohnens, der Rehabilitation, der ambulanten Pflege, des sozialpsychiatrischen Dienstes des Gesundheitsamts, der niedergelassenen Ärzte und gemeindepsychiatrischen Zentren in Köln an

Kernelement: Fallmanagement
Abb. 1 Kernelement: Fallmanagement
Kernelemenet: Vernetzung der Betreuung
Abb. 2 Kernelemenet: Vernetzung der Betreuung

Ziel des Modellprojektes ist es die Zwangsaufnahmen der schwer Betroffenen zu verhindern/zu reduzieren, zur Nutzung angebotener psychosozialer Hilfen zu motivieren und ihre soziale Teilhabe zu verbessern.

Projektbeginn war im Sommer 2017. Neben der Implementierung des neuen Versorgungsmodells erfolgt eine wissenschaftliche Evaluation durch das LVR-IVF. Primärer Outcome ist die kumulative Anzahl und Dauer der unfreiwilligen stationären Unterbringungen pro Jahr. Darüber hinaus werden die Betroffenen im Rahmen eines Prä-Post-Vergleichs bei Einschluss in das Modell (t0), nach 12 Monaten (t1) und nach 18 Monaten (t2) mittels Fragebögen zu verschiedenen Themenbereichen befragt. Neben dem Prä-Post-Vergleich innerhalb der Modellgruppe wird ein Vergleich mit einer Kontrollgruppe in einem quasi-experimentellen Design durchgeführt. Zudem werden die Komplexbetreuungs-Fallmanager*innen zu ihren Erwartungen und Erfahrungen mit dem Versorgungsmodell befragt.

Ende 2019 erhielt das Projekt „PsyKom“ eine sechsmonatige Verlängerung der Laufzeit (bis 30. Juni 2020), welche ebenfalls vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

Logo des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

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