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Der Maßregelvollzug des LVR

Im Maßregelvollzug werden gemäß der §§ 63 und 64 StGB psychisch kranke oder suchtkranke Straftäterinnen und Straftäter untergebracht. Sie werden im Maßregelvollzug untergebracht, weil die Straftat, die sie begangen haben, auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen ist.

Der Auftrag des Maßregelvollzugs ist es, diese Menschen zu behandeln, damit sie infolge ihrer Erkrankung nicht erneut eine Straftat begehen. Mit der Unterbringung im Maßregelvollzug erfüllen die LVR-Kliniken den gesellschaftlichen Auftrag der Besserung, Sicherung und Wiedereingliederung der Patienten. Der LVR steht für eine offene und transparente Information der Öffentlichkeit in allen Belangen des Maßregelvollzuges.

Die Maßregelvollzugseinrichtungen gewährleisten die sichere Unterbringung und qualifizierte Behandlung psychisch kranker Straftäterinnen und Straftäter in enger Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der Eingliederungshilfen und den sozialpsychiatrischen Nachsorgeeinrichtungen des LVR.

Folgende Schritte umfasst die Betreuung in einer forensischen Klinik:

  • Diagnostik und Behandlung in gesicherten Aufnahmebereichen der Maßregelvollzugseinrichtungen,
  • Rehabilitationsbehandlung in einer Einrichtung für den Maßregelvollzug
  • Beurlaubung und Entlassung in eine Einrichtung der Eingliederungshilfe oder in eine Wohnung, verbunden mit einer intensiven Betreuung durch die forensische Nachsorgeambulanz
  • Entwicklung eines Nachsorgesystems unter Einbeziehung qualifizierter Träger

Aufgabe der LVR-Kliniken ist es, diese Menschen im Spannungsfeld von Therapie und Sicherheit zu behandeln und die Öffentlichkeit vor ihnen zu schützen.

10 Jahre Forensische Psychiatrie Köln-Porz

Luftaufnahme der Forensik der LVR-Klinik Porz

Leben und Arbeiten hinter Gittern

Eine 5,50 Meter hohe Mauer, Gitterstäbe vor den Fenstern und Kameras, die jeden Winkel des fast 14.000 Quadratmeter großen Geländes überwachen: Die Forensische Psychiatrie in Köln-Porz ist ein Hochsicherheitstrakt. Doch wie sieht es hinter der hohen Betonmauer aus?
In dieser Multimedia-Reportage kommen Patienten und Beschäftigte zu Wort. Die interviewten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten alle schon viele Jahre in der LVR-Klinik. Die meisten sind seit der Eröffnung 2009 dabei.

Hier kommen Sie zur Multimedia-Reportage

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Schutz und Therapie - Ein Blick hinter die Mauern der LVR-Maßregelvollzugsklinik Düren

Inhalt des Films

Mirko H. ist vierzig Jahre alt. Er wohnt allein in einer kleinen Wohnung in der Nähe von Bonn und arbeitet als Hausmeister. Ein ruhiges, durchschnittliches Leben. Für Mirko ist diese Normalität eine enorme Errungenschaft, denn vorher war er mehr als zehn Jahre lang im Forensischen Dorf der LVR-Klinik Düren untergebracht.

Als junger Mann hatte er schwere Gewalttaten begangen. Da er zu dem Zeitpunkt unter einer schweren Psychose-Erkrankung litt, verurteilte ihn das Gericht nicht zu einer Freiheitsstrafe im Gefängnis, sondern ordnete die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik an.

Für den Film kehrt Mirko H. als Besucher in die Maßregelvollzugsklinik zurück und zeigt den Zuschauerinnen und Zuschauern das Leben hinter den Mauern: Die Stationen mit ihren Wohngruppen und Bezugspflegerinnen und -pflegern, die Arbeitstherapie, die therapeutischen Gespräche mit den ärztlichen und psychologischen Fachkräften, Sportangebote, das Außengelände mit seinen zahlreichen Kameras und Sicherheitsvorkehrungen.

So beschreibt der Film, wie er mithilfe des Behandlungsteams gelernt hat, mit seiner Krankheit umzugehen und wie er Schritt für Schritt den Weg zurück in die Gesellschaft jenseits der Mauern geschafft hat – in ein ganz normales Leben ohne Gewalttaten.

Forensische Patientinnen und Patienten sind Menschen, die in speziellen Kliniken untergebracht werden, weil sie aufgrund einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung straffällig geworden, jedoch nur eingeschränkt oder gar nicht schuldfähig sind. Der Landschaftsverband Rheinland verfügt über ein Netzwerk von Spezialeinrichtungen für den Maßregelvollzug. An sieben Standorten mit unterschiedlichen Behandlungsschwerpunkten werden rund 1500 psychisch kranke Straftäterinnen und Straftäter therapiert.

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Weitere Informationen

Hier erfahren Sie mehr über die einzelnen Kliniken: