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Bedarfsgerechte Versorgung von Brustkrebspatientinnen mit einer Behinderung

CAre appropriate to the Needs of breast cancer patients with DisabilitY - CANDY

Logo des Projekts Candy

Trotz der hohen Prävalenz von Krebs in Deutschland und der steigenden Lebenserwartung von Menschen mit Behinderungen sind die gesundheitliche Versorgung sowie die Bedarfe und Bedürfnisse von Krebspatienten mit Behinderungen in der Gesundheitsforschung unterrepräsentiert. Gegenstand des Forschungsvorhabens CANDY (CAre appropriate to the Needs of breast cancer patients with DisabilitY) ist die Frage, welche Barrieren, kommunikativen Schwierigkeiten und Informationsbedarfe Brustkrebspatientinnen mit körperlicher, seelischer, geistiger, Sinnes- oder Mehrfachbehinderung in der Vorsorge, bei der Diagnosestellung und in Entscheidungsprozessen im Zuge der Therapie und Nachsorge erleben. Das Ziel der Studie ist, zu einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung von Brustkrebspatientinnen mit Behinderung beizutragen und die Gesundheitskompetenz zu stärken. Darüber hinaus soll die Relevanz psychischer und geistiger Beeinträchtigungen in der Brustkrebsversorgung beleuchtet werden.

Hierfür werden qualitative Interviews mit den Betroffenen durchgeführt. Die Rekrutierung von ca. 30 Patientinnen für eine qualitative Studie erfolgt über Brustkrebszentren. Im Rahmen der Rekrutierung wird die Methode des selektiven Samplings angewandt. Parallel und nach Abschluss der Rekrutierungsphase werden die Interviews inhaltsanalytisch ausgewertet, stratifiziert nach Art der Behinderung (körperlich, seelisch, geistig, Sinnes- und Mehrfachbehinderung) sowie behinderungsübergreifend. Ziel ist es, sowohl induktive als auch deduktive Kategorien zu entwickeln, welche das Datenmaterial abbilden.

Künftig sollen Konzepte erarbeitet und evaluiert werden, um Brustkrebspatientinnen mit vorbestehender Behinderung, das medizinische Personal, Bezugspersonen sowie die gesetzlichen Betreuer hinsichtlich der von Brustkrebspatientinnen mit Behinderung wahrgenommenen Barrieren in der Gesundheitsversorgung, deren Informationsbedarfe und der Kommunikation zu schulen.

Ergebnisse

Nachfolgend finden Sie themenspezifisch aufbereitete Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt CANDY.

Kooperationspartner

Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln

Lehrstuhl Pädagogik und Didaktik bei Menschen mit geistiger Behinderung der Universität zu Köln

Träger/Förderer

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektlaufzeit

4/2019 bis 3/2020