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Partizipatorische Forschung

Unter partizipatorischer Forschung im Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie wird der aktive Einbezug von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie ihrer Angehörigen in die Entwicklung und Durchführung von Forschungsprojekten verstanden. Das LVR-Institut für Versorgungsforschung hat 2019 in einem Trialog-Forum von Betroffenen, Angehörigen und Professionellen erste gemeinsame Interessengebiete für einen solchen Forschungsansatz erkundet und wird diesen Ansatz in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Vorgesehen ist ein verstärkter Einbezug von Betroffenen und ihren Angehörigen in möglichst viele Stufen künftiger Projekte der Versorgungsforschung. Konkret sichtbar werden diese Anstrengungen beispielsweise in der Umsetzung von Patient*innen-Zufriedenheitsbefragungen im Rahmen des LVR-Qualitätsindikatorenprojekts oder dem Einbezug von Betroffenen und Professionellen in Forschungsprojekte wie CANDY und PsyKom. Auch in geplanten künftigen Forschungsprojekten wird dieser Einbezug z.B. durch die Mitarbeit in Konsensusgruppen geplant. Perspektivisch soll ein verstärkter Einbezug in die Planung von Forschungsthemen erfolgen sowie eine Qualifizierung Betroffener und ihrer Angehöriger in Forschungsmethoden der psychiatrischen Versorgungsforschung. Dies sollen thematische Schwerpunkte des nächsten Trialog-Forums im Jahr 2021 sein.