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KreativtherapieWoche 2003 - Standort: Düren

Workshop Kunsttherapie 1: Brigitte Biebrach–Schmitt "Kunst in der Kunsttherapie"

Die Referentin spricht während sie neben einem Bild steht.

Reproduktionen von Kunstwerken oder auch Original-Kunstwerke können wertvolle therapeutische Ressourcen in der Arbeit mit Patientinnen und Patienten darstellen. Eine Ausstellung von Patientenbildern, die den jeweiligen Kunstpostkarten gegenüber gestellt wurden, gaben anschauliche Beispiele aus dieser kunsttherapeutischen Verfahrensweise. Eine Führung durch diese Ausstellung wurde mit einem Workshop kombiniert, in dem die Teilnehmenden mit einer Sammlung Kunstpostkarten quer durch die Kunstgeschichte und Papier und Farbe selbst einmal in einen solchen Dialog treten konnten.

Kunst in der Kunsttherapie

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Workshop Kunsttherapie 2: Ursula Lerner "Märchen als kreative Antwort auf Schwierigkeiten des Lebens"

Mehrere Menschen in einem Atelier, die Bilder malen

Märchen sind in der Regel so strukturiert, dass der Held aus einer Notsituation heraus zu einer Lösung gelangt. Das Mit und Nacherleben des Handlungsablaufs auf der Gefühlsebene liegt im Vordergrund der therapeutischen Bedeutung. In diesem Workshop wurden Anregungen gegeben, eigene Phantasien zu entwickeln, neue Formen zu finden, im Rollenspiel in Szene zu setzen und auszutauschen.

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Workshop Musiktherapie 1: Martin Deuter "Metaphern und Gesten"

Die Gestaltungen, die uns in den künstlerischen Therapien begegnen, sind in ihrer Unmittelbarkeit oft beeindruckend, bedürfen aber dennoch einer Übersetzung und Übertragung in eine andere Ebene des Verstehens. Die Beschäftigung mit Metaphern (als einer bildlichen Versprachlichung) und die Beschreibung der Phänomene als Gesten (im Sinne einer bedeutungsvollen Bewegung) können bei dieser Aufgabe der Übersetzung hilfreich sein. Die Klärung der Begrifflichkeit und praktische Übungen im Umgang mit Metaphern und Gesten wurden in diesem Workshop dargestellt.

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Workshop Intermediale Therapie 1: Martin Lenz "Der Weg"

Im Rahmen von Therapie und Selbsterfahrung spielt die Reflexion und Bearbeitung von Lebenswegen eine zentrale Rolle. Für die Arbeit mit Gruppen bietet sich an, die Schau auf einen Weg und das kreative Spiel mit diesem zum Ausgangspunkt für Reflexionen über den persönlichen Umgang mit Verläufen, Verhaltensweisen, Wahrnehmungen, Erfahrungen und Gefühlen zu machen.

Literatur: Lenz, Martin (1998): Musik und Kontakt. In: M. Lenz/R. Tüpker: Wege zur musiktherapeutischen Improvisation. LIT Verlag, Münster

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Workshop Kunsttherapie 3: Mirjam Mathar "Stimmungsbilder in kunsttherapeutischer Gruppenarbeit"

Individuelle Stimmungsbilder wurden zu einem Gesamtbild verdichtet. Im Mittelpunkt stand der Gestaltungsprozess. Reflektiert und verbalisiert wurden Selbstwahrnehmung und Selbstausdruck.

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Workshop Kunsttherapie 4 Rosa Maria Wolf-Poschkamp: "Kunsttherapeutische Gruppenarbeit - Möglichkeiten und Grenzen"

In psychotherapeutischen und psychiatrischen Kliniken findet die tiefenpsychologisch fundierte Gestaltungstherapie überwiegend in Gruppen statt. Häufig begegnen wir bei den Teilnehmern einer Scheu, sich auf Gruppengestaltungen einzulassen. Hier können sich besonders deutlich die früh erlernten Beziehungsmuster abbilden, können sichtbar, begreifbar, erlebbar und damit bewusst veränderbar werden.
Dieses Seminar zeigte die verschiedenen Möglichkeiten und auch Grenzen der gestaltungstherapeutischen Gruppenarbeit auf.

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Workshop Musiktherapie 2: Sylvia Kunkel „Will man mit dem Sein beginnen, versinkt man im schwarzen Loch der Sprachlosigkeit" (P. Sloterdijk)

Die Schizophrenietheorien G. Benedettis und St. Mentzos´ wurden in ihren Grundzügen erläutert und ihre Relevanz für die Musiktherapie anhand kurzer Fallvignetten diskutiert. Vor diesem Hintergrund erfolgte anschließend die ausführliche Darstellung einer sich über 7 Jahre erstreckenden musiktherapeutischen Behandlung eines schizophrenen Patienten.

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Event: „Die Bänd" Forensisches Musikprojekt der Rheinischen Kliniken Düren

Die Dürener Patientenband besteht seit 5 Jahren unter Leitung des Musiktherapeuten Ralf Hollnack.
Mit ihrem Programm von Rock- und Pop Klassikern von Santana bis Sting stimmten sie die Zuhörer auf den Abend ein, die die schwungvolle Darbietung mit großem Applaus honorierte.

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Happening: Wadokyo Japanisches Taiko – Trommeln begleitet durch Paint

Klang, Harmonie und Gemeinsamkeit – diese Begriffe stehen sinngemäß für den Namen WADOKYO.
Frank Dubberke und Romeo Bay leiten diese Gruppe mit viel Herz und unermüdlicher Kraft. WADOKYO pflegt einen energievollen, dynamischen Stil die Taiko zu schlagen. Das Programm zeichnet sich durch seine akustische und visuelle Vielfältigkeit aus. Die Formation besteht aus vier Spielern, die bei aller Harmonie und Synchronität im Taikospiel besonders durch ihre Individualität der Gruppe ein unverwechselbares Gesicht geben. Während des Konzertes entstanden großformatige Bilder, die von Teilnehmenden aus dem Publikum im Dialog mit der Musik gemalt wurden.

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Gabriele Frick-Baer, Ralf Hollnack: "Resonanzfäden -Eine gemeinsame Einstimmung"

Zwei sich gegenüberstehende Menschen spannen einen Faden

Die beiden Ausbildungsleiter der Zukunftswerkstatt Tanz, Musik und Gestaltung boten einige praktische und erlebnisorientierte Experimente zum Thema „Resonanz" an. Mit Hilfe einfacher Bindfäden konnten die Teilnehmer am eigenen Leib erfahren, was geschieht, wenn die Resonanz in der therapeutischen Interaktion verstärkend, gedämpft, erzwungen, ausweichend usw. ist.
Dieses Angebot wurde mit viel Neugierde und Experimentierfreude angenommen und war für alle ein anregender Einstieg in die Workshops.

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Workshop Kunsttherapie 5: Renate Limberg "Salutogenese in der Kunsttherapie - Gesundheitsförderung mit den Mitteln der Kunst "

Die Referentin sitzt an einem Laptop mit angeschlossenem Beamer

Ein Paradigmenwechsel von der Defizitorientierung zur Entwicklung von Bewältigungskräften des Patienten wird zwar zunehmend gefordert, die Aufgabe der Umsetzung in fundierte Konzepte und der Ableitung entsprechender Methoden ist noch weitgehend ungelöst, wenn es sich um dauerhafte Veränderungen, um Strukturbildung innerhalb der psychischen Organisation handelt. Welche gesundheitsfördernden Bedingungen und Erfahrungen die Entwicklung von Bewältigungskraft, Selbstregulationsfähigkeit, Autonomie und Selbstverantwortung ermöglichen, wurde anhand einer kunsttherapeutischen Methode und ihrer praktischen Anwendung gezeigt.

Salutogenese in der Kunsttherapie.pdf (PDF, 27 kB)

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Workshop Kunsttherapie 6: Ursula Böhler "Gestalten mit dem Abbild der eigenen Hand"

Zwei Hände aus Papier liegen auf einem roten Bild

Berühren, verdecken, halten, durchstoßen, gestalten mit dem Abbild der eigenen Hand. Motivation zum gestaltenden Handeln durch Umfahren der Hand auf Papier. Methodische Angebote als Anregung zum Experimentieren. Reflektion der psychischen Auswirkungen auf den Therapieprozess.

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Workshop Intermediale Therapie 2: Gabriele Frick-Baer "Diffus und prägnant - Klänge und Bilder des Erlebens "

Eine Frau kniet zwischen verschiedenen kunsttherapeutischen Materialien

Zwischen diffusem und prägnantem Erleben bewegen sich die meisten Menschen hin und her. Manche Menschen, insbesondere in der Psychiatrie, bleiben manchmal stecken: in Nebel und Verwirrung oder zwanghafter Überkonturiertheit. Dann gilt es, wieder in Bewegung zu kommen. Dieser Workshop verband Selbsterfahrung und Fortbildung und führte in einen Zugang leibphänomenologisch begründeter kreativer Therapie.

Literatur: Baer, Udo; Frick-Baer, Gabriele: Leibbewegungen. Affenkönig Verlag; Neukirchen-Vluyn 2001

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Dialog 1: Beate Hagemeier, Jutta Reichenberg-Wolf "Musik und Kunst - Improvisieren und Malen"

In diesem Workshop wurde die Verknüpfung von Musik- und Kunsttherapie innerhalb einer gemeinsamen Therapie-Einheit praktisch nachvollzogen. Dabei ging es darum, dem Ausdruck im musikalischen sowie im künstlerisch-zeichnerischen Bereich Raum zu geben und synästhetische Wirkungen aufzuzeigen.
Nach dem praktischen Erleben wurde Gelegenheit zu einem theoretischen kollegialen Austausch geboten.

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Workshop Kunsttherapie 7: Constanze Schulze "Kunsttherapeutisches Arbeiten in der Gruppe aus systemisch orientierter Sicht"

Gruppenerfahrungen unterstützen und aktivieren die Erkundung von Gemeinsamkeit ebenso, wie das Erleben und die Wertschätzung individueller Unterschiede im therapeutischen Kontext. Es wurden künstlerische Verfahren vorgestellt, die der Visualisierung und dem „freien" Experimentieren mit verschiedenen Ausdrucksformen von Nähe/Distanz, Konkurrenz, Verstrickung, etc. dienen. Die Entwicklung ko – kreativer Prozesse stand dabei im Mittelpunkt. Ausgewählte kunsttherapeutische Methoden wurden praktisch erprobt und deren Einsatz in Bezug zur Grundhaltung systemisch – narrativen Arbeitens mit Gruppen diskutiert.

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Workshop Musiktherapie 3: Martina Baumann "Lieder als Ressourcenpool - Atmen, Tönen, Singen, Angenommensein im Kontext psychiatrisch – psychotherapeutischer Gruppenarbeit"

Die Möglichkeit, das Spiel mit der Stimme und Lieder aus verschiedenen Kulturen als musiktherapeutische Eingabe in psychiatrische und psychosomatische Klinikwelten zu erleben, wurde in diesem Workshop vorgestellt. Singen wirkt je nach Auswahl der Lieder für den Einzelnen und für die Gruppe, belebend, zentrierend, entspannend, entladend, gemeinschafts- und sinnstiftend. Das „Ich" wird durch die Lieder gestützt, strukturiert und gleichzeitig kann sich der Einzelne als Teil eines Ganzen erleben.

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Abschluss der Kreativtherapiewoche

Hr. Kukla unterhält sich

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Ausstellung: Gabriele Hünninger "Kunsttherapie mit Kindern"

Ein gemaltes Bild von einer Unterwasserlandschaft

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Ausstellung: Rüdiger Kramer "Malgruppe der Rheinischen Kliniken Viersen"

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Ausstellung: Etienne Szabo "Kunst in der Forensik"

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Ausstellung: Rosi Haase "Leipziger Psychiatrie-Betroffenen-Initiative Durchblick e.V."

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Praxispräsentation 1: Nicola Steffen "Kunsttherapie in der Akutpsychiatrie"

Ein Bild von einem Schloss mit einer Kutsche

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Praxispräsentation 2: Jutta Pöstges, Astrid Westerfeld „Museum – geh` ich immer so gerne! - Menschen mit geistiger Behinderung entdecken Kölner Museen"

Man sieht die Referierenden während der Präsentation

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Praxispräsentation 3:Senta Connert "Bilder – Geschichten von Menschen - Kalender- und Ausstellungsprojekte der Kunsttherapie in der Onkologie im Alfred Krupp Krankenhaus Essen "

Man sieht sechs Bilder, die verschiedene Muster zeigen

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Praxispräsentation 4: Alexandra Bultmann, Wolfgang Lechner "Offenes Atelier, ein anderer Weg - Offenes Atelier für psychisch Kranke"

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