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Neuer Forensikbeirat der LVR-Klinik Bedburg-Hau hat sich konstituiert

Bürgermeister Stephan Reinders zum Vorsitzenden gewählt / Gertrud Kersten stellvertretende Vorsitzende / Forensikbeirat wichtiges Bindeglied zwischen Klinik und Bevölkerung

Bedburg-Hau/Köln, 17. Mai 2021

Der Forensikbeirat der LVR-Klinik Bedburg-Hau hat sich neu konstituiert. Seine 24 Mitglieder wurden von der Gemeinde Bedburg-Hau und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Nachgang zur Kommunalwahl 2020 neu bestimmt. Sie wählten in ihrer ersten Sitzung Ende April Bürgermeister Stephan Reinders zum Vorsitzenden und Gertrud Kersten, Vorsitzende des Krankenhausausschusses 4, zu seiner Stellvertreterin.

Martina Wenzel-Jankowski, LVR-Dezernentin Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer Hilfen, betont die Bedeutung der Forensikbeiräte: „Die Arbeit der LVR-Maßregelvollzugskliniken wird erfolgreich von den Forensikbeiräten unterstützt. Sie setzen sich für die Interessen der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeitenden gleichermaßen ein und schaffen vor Ort eine breite Akzeptanz des Maßregelvollzugs. Das trifft insbesondere auf Bedburg-Hau zu, den größten forensischen Standort Deutschlands. Ich bedanke mich ausdrücklich für das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Forensikbeirates und freue mich auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihnen. Vor uns liegen große und wichtige Aufgaben und Projekte wie die forensischen Neubauten.“

Die Arbeit aller Maßregelvollzugskliniken in Nordrhein-Westfalen wird von Forensikbeiräten begleitet. Diese sollen – wie im Maßregelvollzugsgesetz NRW geregelt – bei der Wiedereingliederung der Patientinnen und Patienten in die Gesellschaft helfen und die Einrichtungen in konzeptionellen und organisatorischen Fragen beraten.

Drei Fragen an Bürgermeister Stephan Reinders, den neuen Vorsitzenden des Forensikbeirats:

1. Wo sehen Sie die Schwerpunkte der Arbeit des Forensikbeirats?

Der Forensikbeirat berät die forensische Einrichtung in Fragen des Konzeptes und der Organisation des Maßregelvollzugs. Aufgrund der vielseitigen Zusammensetzung der Mitglieder aus allen Lebensbereichen ist der Beirat breit aufgestellt.

2. In der Bevölkerung gibt es oft Vorbehalte gegenüber forensischen Kliniken und ihren Patientinnen und Patienten. Was bedeutet das für die Arbeit des neuen Forensikbeirates?

Die Mitglieder des Beirates kommen aus der Mitte der Bevölkerung und haben immer ein offenes Ohr für die vielfältigen Meinungen und Ideen. Wichtiges Kriterium für den Standort Bedburg-Hau sind das Verständnis und die Akzeptanz in der Öffentlichkeit. Der LVR ist als großer Arbeitsgeber fest in der Gemeinde verankert - das spiegelt sich auch in den Meinungen der Menschen wieder. Der Beirat achtet dabei besonders auf gute Konzepte und gute Bedingungen, sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die Angestellten.

3. Versteht sich der Forensikbeirat auch als Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten?

Aufgabe des Beirates ist es, bei Bedarf die Wiedereingliederung von Patientinnen und Patienten zu unterstützen. Die Mitglieder stehen auch dabei auch beratend zur Seite. Logischerweise sind dem Forensikbeirat auch Grenzen gesetzt, beispielsweise wenn es sich um Entscheidungen handelt, die sich auf therapeutische Konzepte beziehen oder die nur einzelne Patientinnen und Patienten betreffen.

Pressekontakt:

Karin Knöbelspies
LVR-Fachbereich Kommunikation
Telefon: 0221 809-7714
E-Mail: karin.knoebelspies@lvr.de

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