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Professionelle Hilfen suchen

Im Durchschnitt vergehen elf Monate, bis Betroffene ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

„Mir kann doch sowieso keiner helfen“ oder „Der Arzt hält mich bestimmt für wehleidig“: Das sind typische Glaubenssätze von depressiven Menschen. Viele haben außerdem Angst davor, dass die Diagnose Depression ihren Ruf belastet oder zum Beispiel der Arbeitgeber davon erfährt. Also zögern sie den Besuch bei Ärztin oder Arzt hinaus – bis die Krankheit vielleicht schon so schlimm geworden ist, dass ein Aufenthalt im Krankenhaus nicht mehr zu vermeiden ist. Oder sich nach langen Wochen der Ungewissheit doch herausstellt, dass etwas ganz anderes der Grund der Beschwerden war. Als erste Anlaufstelle bieten sich deshalb Hausärzt*innen an. Sie können körperliche Ursachen ausschließen und zu Behandlungsmöglichkeiten beraten. Ist jemand schwer depressiv erkrankt, empfiehlt sich der Besuch bei Fachärzt*innen für Psychiatrie, Neurologie, Nervenheilkunde oder Psychosomatik. Dank ihrer Spezialisierung wissen sie meist am besten, welche Medikamente helfen oder ob eine Psychotherapie nötig ist. Kommen Erkrankte gar nicht mehr aus dem Bett oder äußern Selbstmordgedanken, sollten Sie den direkten Weg in die Notaufnahme einer Klinik nicht scheuen. Ob ambulant bei niedergelassenen Spezialist*innen oder in einer Klinik: Wie man eine Depression behandelt, hängt von der genauen Diagnose ab.

Die Medizin heute setzt auf eine Mischung aus Medikamenten, Gesprächs-Psychotherapie und unterstützenden Angeboten wie Kunst- oder Musiktherapien. Meist braucht es einige Wochen, bis sich erste Verbesserungen einstellen. Sicher ist: Niemand kann und muss eine Depression allein bewältigen. Es gibt individuelle, wirksame Hilfe, die auch Sie als Angehörige und Freund*innen entlasten wird.

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Unterstützung durch den LVR!

Die Kliniken des Landschaftsverbands Rheinland sind an vielen Standorten für an Depressionen Erkrankte und ihnen nahestehende Menschen da. Mit spezialisierten Abteilungen, Ambulanzen, Beratungsstellen und vielem mehr.

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